Letzte Herbsttage in Trauttmansdorff
Nur mehr bis 15. November können die letzten botanischen Höhepunkte des Spätherbstes in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff genossen werden –täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr; dann schließen die Gärten für diese Saison ihre Tore.Das Farbspektakel Indian Summer: Warum die Blätter fallen
Lange hat der Herbst auf sein typisches Farbenspiel warten lassen, doch beginnen die Waldgärten in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff in einem satten Gelb, Orange und Rot zu leuchten.Diese Farbenpracht ist nicht nur eine attraktive Nebenerscheinung des Blattsterbens, sondern erfüllt wichtige biologische Funktionen. Wenn die Nächte kühler werden, entziehen sommergrüne Bäume ihren Blättern das wertvolle Blattgrün (Chlorophyll). Die verbleibenden Farbstoffe verleihen den Blättern dann ihre typische Herbstfärbung – Carotinoide sorgen für gelb, Anthocyane für rot leuchtende Blätter; dieser Farbstoff ist es auch, der die Bäume wie eine Sonnencreme vor dem herbstlichen Licht- und Kältestress schützt und überdies Insekten fern hält. Zwischen Blatt und Ast bildet sich nach und nach eine Korkschicht, die die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen unterbindet. Das Blatt „verhungert“ und fällt ab.
Durch die lang andauernde Wärme und den plötzlichen Kälteeinfall wurde dieser Prozess in diesem Jahr um Einiges verzögert.
Highlights im Herbst
An der Nordseite des Schlosses ist der frostempfindliche Reis herangereift. Die asiatischen Reisterrassen gewähren einen Einblick in Tradition und Anbau einer der ältesten Kulturpflanze der Welt, deren eigentliche Heimat in den Tropen Südostasiens liegt. Um 800 v. Chr. gelangte diese Getreideart in den Mittelmeerraum und wird heute in Italien und auf der Iberischen Halbinsel angebaut.Neben den Reisterrassen blüht derzeit der Teestrauch, eine Kamelienart aus dem südostasiatischen Bergland – Darjeeling, Assam und Ceylon sind die bekanntesten Anbaugebiete. Der hüfthohe Strauch liefert etwa 15 Ernten pro Jahr, wobei jeweils zwei Blätter und die Knospe gepflückt werden.
Am Seerosenteich zeigt der Spätherbst Chinaschilf und Wasserdost in Braun-Gold, dahinter liegt der Sinnesgarten, in dem die letzten Rosen blühen. Sehenswert sind die prächtigen Herbstkamelien, die in verschiedenen Pastellnunancen farbige Akzente im immergrünen Palmenwald setzen.
Seinen Blütenhöhepunkt hat auch die Salbeisammlung erreicht. Diese umfasst an die 150 verschiedenen Salbeiwildarten und Kultursorten aus Afrika, Nordamerika, Mexiko, Kalifornien, Mittel- und Südamerika, Europa und Eurasien. Fernab der Küche präsentiert der Salbei sich mit starken Aromen und prächtigen Farben: Die Gattung Salbei zeigt nämlich die intensivsten blauen und roten Blüten im gesamten Pflanzenreich.
Südtirol erleben: Gärten, Therme und Gletscher
Noch bis zum 15. November können Einheimische wie Gäste die Südtirol Erlebnis Pakete nutzen. Das „Gärten & Therme“ Paket kombiniert einen Spaziergang durch die erlebnisreichen Gartenwelten mit einem entspannten Aufenthalt im modernen Designambiente der Therme Meran.
Das „Gletscher & Palmen“ Paket führt Abenteuerlustige in luftige Höhe auf den Schnalser Gletscher, nachdem sie in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf Sissis Spuren gewandelt sind.
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