Die richtige Pflanzenwahl

Hier unsere 7 Tipps

Sie möchten Ihren eigenen Garten anlegen oder planen? Dabei ist vor allem die Auswahl der Pflanzen wichtig. Bäume und Sträucher bilden Ankerpunkte, Stauden und Gräser füllen die Beete. Dabei ist nicht nur die Blüte ein wichtiges Kriterium, sondern auch Größe, Form, Struktur und nicht zuletzt Früchte und Duft der Pflanzen spielen eine entscheidende Rolle.

Bäume – die Strukturgeber
Bäume können als Solitär gepflanzt werden oder in Gruppen, können Räume definieren und dem Garten Struktur geben. Bei der Auswahl eines Baumes spielen nicht nur seine zukünftige Größe sowie Gestalt und Aussehen eine Rolle, sondern auch die entstehende Beschattung sowie Blüte, Frucht und Herbstfärbung.  

Sträucher – die Allrounder
Es gibt Solitärsträucher, die viel Raum für sich beanspruchen, und solche, die klein und zierlich bleiben und auch in das Blumen- oder Staudenbeet eingebaut werden können. Sträucher sind Allrounder, die uns sowohl mit ihrer Blütenpracht, ihrem Duft und ihrer Herbstfärbung als auch mit ihrem Fruchtschmuck und -genuss verwöhnen. 

Rosen – immer im Mittelpunkt
Die wohl am meisten gepflanzten Sträucher in unseren Gärten sind Rosen. Sie stehen meist im Mittelpunkt einer Pflanzung und werden oft von Stauden begleitet. Als Rosenbegleiter eignen sich: Phloxe, Katzenminze, Duftnesseln, Lilien, Fingerhut, Iris oder Astern.

  
Duftrosen, Steppensalbei (Salvia nemorosa) und andere Stauden im Sinnesgarten.

Stauden – die Kombinationswunder
Stauden lassen sich zu vielseitigen Pflanzungen kombinieren. Die Blütenfarbe spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine harmonische Farbgestaltung erhält man durch die Auswahl von Farben derselben Farbfamilie. Aber nicht nur die Farbe, sondern auch die Wuchsform der Staude beeinflusst den Charakter des Beetes. Aufrechte Stauden, gepaart mit weichen, fließenden Formen oder kompakten Stauden geben einer Pflanzung eine schöne Struktur. Bei der Höhenstaffelung kommt es darauf an, ob das Beet von allen Seiten oder nur aus bestimmten Richtungen einsehbar ist. Hohe Stauden kommen immer nach hinten, und falls man um das Beet herumgehen kann, in die Mitte.

Zwiebelpflanzen – die Ersten im Jahr
Sie sind vielfältig einsetzbar: Als Unterbepflanzung unter Bäumen oder Sträuchern, ja sogar in der Wiese können Zwiebelpflanzen wie etwa Winterling, Krokus oder Blaustern gedeihen. Ihren großen Auftritt haben sie im Frühjahr. Von den ersten Schneeglöckchen bis hin zu Hyazinthen ist die gesamte Farbpalette vertreten und auch bezüglich der Größe und des Blühzeitpunkts bleiben keine Wünsche offen. 

Gräser – ideale Herbstattraktionen
Gräser können als Solitäre stehen oder eine Staudenpflanzung in ihrer Struktur zusammenhalten. In Gesellschaft mit Stauden erzielen Gräser ihre schönsten Effekte. Sie können zudem als Hecke gepflanzt werden oder als Bodendecker dienen. Vor allem aber erzeugen sie Stimmung und geben der Pflanzung eine gewisse Natürlichkeit. Ihren Höhepunkt haben viele Gräser im Herbst, wenn sie durch ihre Färbung beeindrucken. 


Staudenbepflanzung mit Gräsern am Ufer des Seerosenteichs im Herbst.


Rosa Haargras (Muhlenbergia capillaris) und Schokoladenblume (Cosmos atrosanguineus) im Sinnesgarten.

Duftspender – das ganze Jahr über
Auch Duft ist eine wichtige Komponente in der Gartengestaltung und sollte bei der Auswahl der Pflanzen bedacht werden. Es gibt Blüten, die tagsüber ihre Düfte verströmen, und solche, die nur nachts duften, wie z. B. die Nachtviole (Hesperis matronalis), die Missouri-Nachtkerze (Oenothera missouriensis) oder die Geißblätter (Lonicera). Viele aromatische Kleinsträucher wie Thymian, Oregano, Lavendel, Heiligenkraut und andere duften erst bei Berührung.

 

Mehr Infos zur Gartengestaltung in unserem Gartenbuch „Pflanz dir was!“.

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