Killerpflanzen - Die grünen Fleischfresser

Die neue Sonderaustellung in Meran

Sie sind gefährlich schön: Die grünen Fleischfresser, die sich in der neuen Gartensaison zu den zahlreichen „harmlosen“ Pflanzen der Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran gesellen. Ihnen ist 2019 eine eigene Sonderausstellung gewidmet: „Killerpflanzen – Die grünen Fleischfresser“.

Kämpfe um Leben und Tod, erstaunliche Tricks und extravagantes Aussehen …

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die schaurig-schöne Welt der raffinierten Fallensteller.
Mit klebrigen Blättern, bunten Farben und skurrilen Fangarmen locken sie verschiedenste Insekten in ihre Fallen. Einmal in ihren Fängen gibt es kein Entkommen.

Aber warum fressen fleischfressende Pflanzen eigentlich Tiere? Aus reiner Boshaftigkeit machen sie es nicht. Fleischfressende Pflanzen leben auf extrem nährstoffarmen Böden – in Sumpfgebieten, Mooren, ausgelaugten tropischen Waldböden oder in Baumgabeln, wo ihnen Mineralstoffe und Dünger fühlen. Deshalb fangen fleischfressende Pflanzen verschiedene Insekten und verdauen diese auch selbst. Zum Locken, Fangen und Verdauen haben die kuriosen Geschöpfe die unterschiedlichsten Tricks entwickelt. Die Fangvorrichtungen bestehen in der Regel aus umgebildeten Blättern. Man unterscheidet zwischen Klebefallen, Gleitfallen, Klappfallen, Saugfallen und Reusenfallen.

Die Sonderausstellung der Gärten stellt alle fünf Fallentypen vor und zeigt die große Artenvielfalt der bizarren Überlebenskünstler. Auf zwei Ebenen können die BesucherInnen mittels Videos, Fotos, Verbreitungskarten und interaktiven Anwendungen in die Welt der raffinierten Fallensteller eintauchen und verschiedene Gattungen aus aller Welt erleben.

Zudem gibt es über 500 lebende Exemplare zu sehen, darunter 110 verschiedene Arten und Sorten aus 14 Gattungen, welche weltweit verbreitet sind. Ergänzt wird die Ausstellung durch eigens konzipierte Führungen.