Juli 2012

Südtiroler Ausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ in München feierlich eröffnet - 26.07.12

Südtiroler Ausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ in München feierlich eröffnet

Am Freitag, 13. Juli hat im Botanischen Garten München-Nymphenburg die feierliche Eröffnung der Wanderausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ stattgefunden. Die von den Gärten von Schloss Trauttmansdorff konzipierte Ausstellung wurde 2010 in Meran von ca. 300.000 Gartengästen besichtigt und 2011 an der Ruhr-Universität Bochum als „Europas größte Duftausstellung“ gefeiert. Auch in München erwarten die Organisatoren einen großen Publikumszuspruch.

Prof. Dr. Susanne Renner, Direktorin des Botanischen Gartens München-Nymphenburg, Karin Kompatscher, Kuratorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff und Prof. Dr. Hanns Hatt vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum (v.l.n.r.)
Prof. Dr. Susanne Renner, Direktorin des Botanischen Gartens München-Nymphenburg, Karin Kompatscher, Kuratorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff und Prof. Dr. Hanns Hatt vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum (v.l.n.r.)

Im vollbesetzten Hörsaal der Botanischen Staatsanstalten München begrüßten Prof. Dr. Susanne Renner, Direktorin des Botanischen Gartens München-Nymphenburg und Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns die Gäste, darunter die Trauttmansdorffer Kuratorin Karin Kompatscher, die das wissenschaftliche Konzept der Ausstellung in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff entwickelt hat. Prof. Haszprunar zeigte sich von der Vielfalt der Ausstellung begeistert: „Als Zoologe schätze ich vor allem den transdisziplinären Zugang zum Thema „Duft“: Diese Ausstellung schafft es, auf lockere und interaktive Weise einen Bogen zwischen Botanik und Zoologie zu spannen“, so Haszprunar. Diverse Größen aus der Welt der botanischen Forschung waren anwesend. So freute sich zum Beispiel Prof. Dr. Hanns Hatt vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum, der das Trauttmansdorffer Team bei der Planung der Duftausstellung beraten hatte, ganz besonders darüber, dass eine von ihm mitkonzipierte Ausstellung nun an seinem ehemaligen Studienort zu sehen ist.

Die Kuratorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff bedankte sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit: „Ich bin ganz stolz, dass Institutionen mit einem so hohen wissenschaftlichen Anspruch wie der Botanische Garten München unsere Ausstellungen übernehmen. Die Weitergabe und das Verleihen von Ausstellungen gehört bereits zu einem festen Bestandteil der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Gärten mit ähnlichen Institutionen im Ausland – so wird zum Beispiel gerade über die Weitergabe der heurigen Sonderausstellung der Gärten „Wurzel, Knolle & Co.“ verhandelt.“, so Kompatscher.

„Himmlische Düfte und Höllengestank!“ wurde 2010 in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff „uraufgeführt“, mit einem entsprechenden Programm aus Erlebnisvorträgen, Workshops, Duftmenüs und Duftführungen durch die Gärten. Nach „Mythos Ginkgo“ 2006 und „Alles Palme!“ 2008 – war es die dritte Sonderausstellung des Trauttmansdorffer Teams, die als Wanderausstellung mit einem deutlichen Südtirolbezug konzipiert wurde. Die dreisprachige, interaktive und höchst informative Schau entführt die BesucherInnen in die geheimnisvolle Welt der Düfte. Sie spricht alle Sinne an und erklärt die Zusammenhänge auf eine anschauliche und begreifbare Weise: An über 50 Stationen gibt es Düfte zu erschnüffeln, Wissenswertes und Kurioses wird so interaktiv vermittelt. Die BesucherInnen erfahren zum Beispiel, dass der Maiglöckchenduft dafür sorgt, dass Spermien ihren Weg zur Eizelle finden, dass Jasmin den Schlaf fördert und der Veilchenduft sogar Wirkungen gegen das Wachstum von bestimmten Krebszellen haben soll.

Die Ausstellung im Botanischen Garten München-Nymphenburg kann täglich von 9.00-18.30 und im September bis 17.30 besichtigt werden.

Südtiroler Ausstellung „Himmlische Düfte und Höllengestank!“ in München feierlich eröffnet

Erlebnisvorführung zur Sonderausstellung: Färben mit Wurzeln - 15.07.12

Erlebnisvorführung: Färben mit Wurzeln

Am Samstag, 14. Juli hat David Seidlitz von der Rubia Pflanzenfärberei Quedlinburg (Deutschland) den Gartengästen live demonstriert, wie mit der Wurzel der Färberröte Rubia tinctoria Seidentücher auf althergebrachte Weise gefärbt werden. Spaß und Erlebnis für die ganze Familie waren garantiert!
Hier einige Impressionen!

Erlebnisvorführung zur Sonderausstellung: Färben mit Wurzeln

Erlebnisvorführung "Färben mit Wurzeln" in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff - 09.07.12

Eine uralte Kunst neu erleben: Erlebnisvorführung „Färben mit Wurzeln“ in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Am Samstag, 14. Juli erwartet alle BesucherInnen der Gärten von Schloss Trauttmansdorff eine Erlebnisvorführung der besonderen Art: David Seidlitz von der Rubia Pflanzenfärberei Quedlinburg (Deutschland) wird live demonstrieren, wie mit der Wurzel der Färberröte Rubia tinctoria Seidentücher auf althergebrachte Weise gefärbt werden. Ein Programm, das Spaß und Erlebnis für die ganze Familie garantiert.

In seiner traditionell eingerichteten Werkstatt, der Rubia Pflanzenfärberei, färbt David Seidlitz Stoffe und Garne aus Naturfasern auf althergebrachte Weise. Mit pflanzlichen Farben, etwa der roten Farbe aus der Wurzel der Färberröte Rubia tinctoria, die der Werkstatt den Namen gibt, stellt er Farbunikate von unverwechselbarer Schönheit und Leuchtkraft her.

Am Samstag, 14. Juli ist der Meister des jahrhundertealten Färberhandwerks zu Gast in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. An diesem Tag vermittelt und demonstriert er interessierten Gartengästen wie Pflanzenfärben mit Farbsud aus Wurzeln funktioniert und hält für den einen oder anderen Gast auch ein kleines Mitbringsel bereit – die Seidentücher, die an diesem Tag gefärbt werden, sind Unikate, die nicht nur modebewussten Besucherinnen und Besuchern eine Freude bereiten werden.

Färben mit Wurzeln
Färben mit Wurzeln

Die Einladung an Seidlitz erfolgte im Rahmen der Sonderausstellung „Wurzel, Knolle & Co.- die verborgene Wunderwelt“, die noch bis Ende der Gartensaison 2012 in den Gärten zu bestaunen ist. Sie enthüllt Kurioses aus dem Alltagsleben und Erstaunliches aus der Geschichte, widmet sich aber in erster Linie der Verwendung der Wurzeln und Knollen in der Küche, Medizin und vielen anderen Gebieten.
Die Färbevorführung ist das zweite Highlight im Rahmenprogramm der Ausstellung: Im April gastierte Ginsengexpertin Gesine Wischmann in den Gärten, im Oktober wird der Direktor des Landesmuseums auf Schloss Tirol einen Vortrag zum Thema „Rübe und Kartoffel – ein Beitrag zur Nahrungsgeschichte Tirols“ halten.

Für alle, die ihr Wissen über „Wurzel, Knolle & Co.“ vertiefen möchten: An den langen Freitagabenden im Juni, Juli und August kann eine „Wurzel & Knolle“-Führung mit einem eigens kreierten „Wurzel und Knolle“-Menü im Restaurant Schlossgarten kombiniert werden.

Termin: 14.07.2012; 10:00-17:00 Uhr
Ort: Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Wurzel, Knolle & Co.
Wurzel, Knolle & Co.

WURZEL, KNOLLE & CO. - DAS RAHMENPROGRAMM

Samstag, 14. Juli 2012, 10.00–17.00 Uhr
ERLEBNISVORFÜHRUNG: Färben mit Wurzeln
David Seidlitz, Rubia Pflanzenfärberei, Deutschland

Samstag, 20. Oktober 2012, 16.00 Uhr
VORTRAG: Rübe und Kartoffel – ein Beitrag zur Nahrungsgeschichte Tirols
Siegfried De Rachewiltz, Direktor des Landesmuseums für Kultur und Landesgeschichte
Schloss Tirol

Sonntag, 28. Oktober 2012, 11.00 bis 18.00 Uhr
Interkulturelles Erntedankfest
In Kooperation mit der Caritas Diözese Bozen-Brixen

FREITAGS im Juni, Juli und August, 18.00 bis 23.00 Uhr
Trauttmansdorff nach Feierabend – Wurzelwissen schmackhaft serviert
Führungen durch die Sonderausstellung und „Wurzel-&-Knolle-Menü“ im Restaurant
Schlossgarten

Erlebnisvorführung "Färben mit Wurzeln" in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Grundschule Lengmoos und Mittelschule Tramin Gewinner des Schulklassen-Wettbewerbs in Trauttmansdorff - 03.07.12

Grundschule Lengmoos und Mittelschule Tramin Gewinner des Schulklassen-Wettbewerbs in Trauttmansdorff

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff haben den Gewinnerklassen der Schülerwettbewerbe „Zauberpflanzen“ und „Lebende Fossilien“ ihre Preise überreicht. Für ihre ausgezeichneten Schätzleistungen im Rahmen der gleichnamigen Schülerführungen im Herbst 2011 wurden der Grundschule Lengmoos und der Mittelschule Tramin jeweils ein Ginkgobaum gestiftet.

Im Herbst 2011 haben die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bereits zum dritten Mal didaktische Führungen für Schulklassen angeboten, im Rahmen derer botanisches Wissen spannend verpackt und hautnah erlebbar vermittelt wird. Die Themen „Zauberpflanzen – Pflanzenzauber“ und „Lebende Fossilien“ zogen in nur 2 Monaten über 140 interessierte Schülergruppen aus ganz Südtirol an.
Im Anschluss an die Führung stellten sich die Schüler kniffligen Rateaufgaben: Die Teilnehmer an der Führung „Zauberpflanzen-Pflanzenzauber“ sollten die Anzahl der Sporenbehälter-Häufchen – der so genannten Sori – auf einem Farnblatt schätzen, während die Teilnehmer der Führung „Lebende Fossilien“ das Alter eines Ginkgobaums erraten sollten. Nun wurden den stolzen Gewinnern der Schätzwettbewerbe „lebendige“ Preise überreicht: Beide Schulen schmücken sich jetzt mit jeweils einem Ginkgobaum, den die Trauttmansdorffer Gärtner speziell zu diesem Anlass in den Schulhöfen gepflanzt haben.

SchülerInnen der Grundschule Lengmoos mit Gartenkuratorin Karin Kompatscher, Gartendirektor Daniel Bedin, Bürgermeister Paul Lintner, Gemeindereferentin und Vize-Schuldirektorin Julia Fulterer, Chefgärtner Oliver Urlandt und den Lehrerinnen Irene Braun, Sigrid Ramoser und Wilma Valent (v.l.n.r.)
SchülerInnen der Grundschule Lengmoos mit Gartenkuratorin Karin Kompatscher, Gartendirektor Daniel Bedin, Bürgermeister Paul Lintner, Gemeindereferentin und Vize-Schuldirektorin Julia Fulterer, Chefgärtner Oliver Urlandt und den Lehrerinnen Irene Braun, Sigrid Ramoser und Wilma Valent (v.l.n.r.)

Die Lengmooser Grundschüler der Klassen 3A und 3B unter der Leitung der Lehrpersonen Irene Braun und Sigrid Ramoser, tippte auf 1237 Sporenbehälter- Häufchen (Sori) und verfiel damit die exakte Anzahl um nur 10 Stück! Die Aufgabe hatte es in sich, denn der durchschnittliche Durchmesser eines solchen Häufchens von Sporen beträgt nicht mehr als 1 Millimeter! „Den Farnsporen des gemeinen Wurmfarnes, die nicht größer als Staubkörnchen sind, werden in vielen Märchen und Erzählungen magische Kräfte zugeschrieben“, erklärte Gartenkuratorin Karin Kompatscher, die gemeinsam mit dem Gartendirektor Daniel Bedin die Preise übergab. Auch der Rittner Bürgermeister Paul Lintner und die Gemeindereferentin für Schule, Kindergarten und Kultur, Julia Fulterer wohnten der Preisübergabe bei und zeigten sich mehr als begeistert von den musikalischen Einlagen der Schüler.

SchülerInnen der Mittelschule Tramin mit Chefgärtner Oliver Urlandt, Gartenkuratorin Karin Kompatscher, Gartendirektor Daniel Bedin, Schuldirektor Stephan Oberrauch, Bürgermeister Werner Dissertori, Gemeindereferentin Christl Zwerger und Lehrerin Alexandra Oberhofer (v.l.n.r.)
SchülerInnen der Mittelschule Tramin mit Chefgärtner Oliver Urlandt, Gartenkuratorin Karin Kompatscher, Gartendirektor Daniel Bedin, Schuldirektor Stephan Oberrauch, Bürgermeister Werner Dissertori, Gemeindereferentin Christl Zwerger und Lehrerin Alexandra Oberhofer (v.l.n.r.)

Die Traminer Mittelschulklasse 1B, unter der Leitung der Lehrpersonen Alexandra Oberhofer und Monika Sandri, lag mit ihrer Schätzung von 31,5 Jahren nur 6 Monate entfernt vom exakten Alter des Ginkgobaumes und war damit der unangefochtene Sieger der Kategorie „Lebende Fossilien“. Dass die Aufgabe gar nicht so einfach war, beweist auch die Tatsache, dass der Schuldirektor Stephan Oberrauch und der Traminer Bürgermeister Werner Dissertori, die der Preisübergabe beiwohnten, mit ihren Schätzungen (80 bzw. 99 Jahre) weit entfernt vom exakten Ergebnis waren. Lediglich die Vizedirektorin Christl Zwerger schätzte auf 35 Jahre und verfiel damit das Ergebnis um „nur“ 3,5 Jahre. „Diesem Ausflug in die Gärten von Schloss Trauttmansdorff ist es zu verdanken, dass unsere Schüler gemeinsam, als Team Erfolge erzielt haben. Ich bin sehr stolz auf ihre Leistung und wünsche ihnen, dass sie auch so schnell wachsen, wie der gewonnene Ginkgobaum“, erklärte der Bürgermeister Dissertori abschließend.

Zum Abschluss erhielten alle Gewinner auch einen Familiengutschein zum Besuch der Gärten von Schloss Trauttmansdorff: Eine tolle Gelegenheit, die neue Sonderausstellung der Gärten „Wurzel, Knolle & Co.“ zu besichtigen und sich somit auf die neue Schülerführung zum Thema Wurzeln und Knollen vorzubereiten: Im Herbst 2012 startet nämlich die nächste Ausgabe dieser überaus beliebten Aktion.

Grundschule Lengmoos und Mittelschule Tramin Gewinner des Schulklassen-Wettbewerbs in Trauttmansdorff

Österreichische Stadtgärten erleben Trauttmansdorff - 02.07.12

Österreichische Stadtgärten erleben Trauttmansdorff

Eine Delegation der 55. Sitzung des Fachausschusses der österreichischen Stadtgärte in Innsbruck ist der Einladung von Landeshauptmann Luis Durnwalder in die Gärten von Schloss Trauttmansdorff gefolgt. Nach einem angeregten Erfahrungsaustausch zeigten sich die Gäste besonders angetan von der gelungenen Verbindung von botanischem Garten und Freizeitattraktion.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff/Meran
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff/Meran

„Begeistert und fasziniert von der außerordentlichen Gartenanlage, deren Vielfalt und deren Pflege bis ins kleinste Detail“ zeigte sich die Direktorin der Bundesgärten Wien Innsbruck Brigitte Mang. Die Stadtgärtnereien Südtirols, die zunehmend als Vorzeigebeispiele in ihrer Gartengestaltung gelten, wurden durch die Direktorin der Stadtgärtnerei Bozen Ulrike Buratti und die Direktorin der Stadtgärtnerei Meran Anni Schwarz vertreten. Nach einer Begrüßung durch den Direktor der Trauttmansdorff Gärten Daniel Bedin wurden die Gäste von Gartenkuratorin Karin Kompatscher durch die Anlage geführt. Ein besonderes Augenmerk auf die Vermarktung von Gärten lieferte die Marketingleiterin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff Heike Platter. Ein reger Wissens- und Erfahrungsaustausch aller Beteiligten erfolgte beim gemeinsamen Mittagessen in entspannter Atmosphäre. Als Präsident der Gärten von Schloss Trauttmansdorff betonte Landeshauptmann Luis Durnwalder ausdrücklich die „Wichtigkeit des Themas Garten und des Austausches zwischen den einzelnen Garteninstitutionen“. Schon bestehende Kooperationen zwischen den Gärten von Schloss Trauttmansdorff und verschiedenen Garteneinrichtungen Österreichs seien ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit, das noch ausgebaut werden könne, erklärte der Landeshauptmann.

Österreichische Stadtgärten erleben Trauttmansdorff