August 2014

Glashaus in Trauttmansdorff feierlich eröffnet - 06.08.14

Für das Publikum ist es bereits seit April diesen Jahres zu besichtigen, am Mittwoch 6. August wurde das Glashaus nun mit einer Erstbegehung mit Führung von den Gärten von Schloss Trauttmansdorff und dem Bauherrn, dem Amt für Hochbau und technischer Dienst feierlich eröffnet.

Im September 2007 wurde der Bau des neuen Glashauses seitens der Landeregierung beschlossen, im Dezember 2010 mit dem Bau begonnen und im April 2014 wurde es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Glashaus beherbergt ein Gewächshaus mit tropischen Nutzpflanzen und ein Terrarium mit Kleinsttieren aus aller Welt, dazu kommen laufend wechselnde Pflanzenausstellungen.

Bei der Planung des Glashauses wurde auf Funktionalität, ein unverwechselbares Erscheinungsbild und die harmonische Einfügung in das Schlossensemble Wert gelegt: Das Objekt sollte gewissermaßen aus der Erde heraus in Richtung Licht wachsen. Die rote Wand an der Rückseite wirkt wie ein schützender Erdwall, während die unregelmäßige Silhouette der Struktur an das bizarre Panorama der Texelgruppe erinnert, die das Meraner Land gegen kalte Nordwinde abschirmt.

 

Die Bepflanzung im neuen Glashaus zeigt den Besucherinnen und Besuchern exotische Nutzpflanzen, deren Früchte man aus dem täglichen Leben kennt; doch kaum jemand weiß, auf welchem Baum oder Strauch diese wachsen. Dabei beschränkt sich das Sortiment nicht nur auf tropische Früchte, sondern zeigt auch Gewürze wie Vanille, Zimt, Pfeffer, Kurkuma oder Pimentpfeffer und Parfümpflanzen wie Patschuli oder Ylang Ylang. Ayurvedapflanzen aber auch Faserpflanzen wie der Kapok- und Schraubenbaum bereichern das Bild des neuen Glashauses.

In wechselnden Inszenierungen bietet das Gewächshaus auch den drei Orchideensammlungen der Gärten von Schloss Trauttmansdorff Heimat und wird damit auch zur einzigartigen Bühne der Vanda-Sammlung der bestehend aus rund 500 Pflanzen.

Mit dem Terrarium im Glashaus ist die bunte Tierwelt der Gärten von Schloss Trauttmansdorff wiederum reicher geworden. Das Highlight im Terrarium sind die Blattschneiderameisen. Für sie wurde eine besondere maßgeschneiderte Vitrine entworfen, die einen umfassenden Einblick in die Stationen ihres Lebensalltags – Pilz-, Futter- und Abfallkammer samt der Verbindungswege – bietet, ohne die Tiere unnötig zu stören. Dies gelang dank der Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn und in der weiteren Ausführung mit dem Alpenzoo Innsbruck.