Botanische Gärten: Ein wichtiges Kulturerbe Italiens - 04.10.17


Auf eine Reise durch die botanischen Gärten von Italien ging es bei der Vorstellung des Buches „Orti Botanici“ in Trauttmansdorff. V.l. Grazia Semeraro, Präsidentin der Vereinigung „Associazione Nazionale Nuove Direzioni“; Gabriele Rinaldi, Direktor des botanischen Gartens von Bergamo ‚Lorenzo Rota’ und Karin Kompatscher, Kuratorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff.

Das Buch Orti Botanici–Eccellenze italiane beschreibt die besondere Bedeutung der botanischen Gärten Italiens. Heute hat Gartenkuratorin Karin Kompatscher die Publikation auf Schloss Trauttmansdorff vorgestellt. Ein Kapitel ist den Gärten von Schloss Trauttmansdorff gewidmet.

Am Mittwoch, 4. Oktober hat Gartenkuratorin Karin Kompatscher im Deustersaal von Schloss Trauttmansdorff das Buch Orti Botanici–Eccellenze italiane vorgestellt. 

Im Buch selbst werden mehrere botanische Gärten Italiens und deren besondere Bedeutung für Gesellschaft und Geschichte beschrieben. Orti Botanici–Eccellenze italiane wurde von der Gesellschaft „Gruppo Orti e Giardini Storici della Società Botanica Italiana“ in Zusammenarbeit mit der Vereinigung „Associazione Nazionale Nuove Direzioni“ realisiert. Ziel des Buches ist es, die botanischen Gärten Italiens weiter bekannt zu machen und deren Aktivitäten zu stützen. Zugleich fordert es die öffentlichen Verwaltungen dazu auf, diese Gärten als besonderes Kulturerbe vor dem Verfall zu bewahren.
Botanische Gärten sind heute zu einem wichtigen Ort des kulturellen und gesellschaftlichen Austausches geworden und bieten Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. 

Ein Kapitel mit dem Titel „Giardini botanici del XXI secolo: avventure tra piante, cultura e arte per tutti“ widmet sich den Gärten von Schloss Trauttmansdorff. In diesem Kapitel beschreibt Gartenkuratorin Karin Kompatscher die Erfolgskriterien eines botanischen Gartens im 21. Jahrhundert: „Italien ist reich an botanischen Gärten, die botanisches Wissen vermitteln, sich für den Artenschutz einsetzen und einen Ort der Begegnung der Generationen, Kulturen und Religionen bieten. In der heutigen Zeit ist es wichtig, diese  Charakteristika eines botanischen Gartens auch nach außen zu tragen, um neue Besuchergruppen anzusprechen.“ 

Im Rahmen der Buchvorstellung hielt auch Gabriele Rinaldi, Direktor des botanischen Gartens von Bergamo ‚Lorenzo Rota’, einen Vortrag zum Thema: „Orti botanici, strumenti eccellenti per conoscere e divulgare il regno delle piante“. Er betont:„Botanische Gärten sind lebende Museen, die das Reich der Pflanzen vermitteln. In Italien gibt es eine große Anzahl von botanischen Gärten; vom ältesten Garten der Welt in Padova bis zu den jungen Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran oder dem botanischen Garten ‚Lorenzo Rota’ in Bergamo. Botanische Gärten schaffen es, die BesucherInnen zu begeistern, wenn die besondere Bedeutung des Pflanzenreichs spannend näher gebracht wird. So lernen die GartenbesucherInnen die Vielfalt der Pflanzen kennen und wie wichtig es ist, diese zu schützen und fortzupflanzen.“ 

Am Ende der Veranstaltung machten die TeilnehmerInnen bei einem botanischen Spaziergang durch die Gärten einen Ausflug ins Trauttmansdorff’sche Pflanzenreich.